Schweigemarsch durch Montevideo

Im Gedenken an die Verschwundenen und Ermordeten der Diktatur

Heute fand in Uruguay der 21. Schweigemarsch zum Gedenken an die Opfer der Diktatur von 1973-1984 statt. Hauptorganisator ist seit 1996 die Organisation „Mütter und Familienangehörige von Verschwundenen“ (Famidesa). Zu ihren Mitgliedern zählt auch Amalia Mercader, über die ich im April bereits berichtet hatte.

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Schweigemarsch nicht ohne Motto

Das diesjährige Motto lautete: „Sie sind Teil von uns. Gegen die Straflosigkeit von gestern und heute. Wahrheit und Gerechtigkeit“. Im In- und Ausland wurde der Opfer der Diktatur gedacht und die nötige Aufklärung der damaligen Verbrechen angemahnt.

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Beeindruckender Menschenauflauf

America21 berichtete von im Vorfeld geäußerten Drohungen, Familienangehörige hatten Angst vor Angriffen, erst vor kurzem wurde in das forensische Archiv eingebrochen und belastendes Datenmaterial gelöscht.
Nichtsdestotrotz oder gerade deshalb versammelten sich hunderttausende Menschen und marschierten schweigend, ehe die Namen der Verschwundenen und Getöteten verlesen wurden. Noch nie in meinem ganzen Leben habe ich so viele Menschen auf einer politischen Veranstaltung gesehen – es war beeindruckend!

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