Candombe im Barrio Sur

Tanz und Trommel jedes Wochenende

Jedes Wochenende und an Feiertagen gibt es in Montevideo Candombe. Die „folkloristische Tanzbewegungsform“ wird von Trommelrhytmen im 2/4-Takt begleitet. Vor allem im Barrio Sur und Palermo, zwei Stadtvierteln mit einer großen Anzahl afro-uruguayischer Bevölkerung, werden die Traditionen gepflegt. Da ich nun seit einiger Zeit im Barrio Sur lebe, kann ich den Candombe seitdem nicht nur in den Straßen hören, sondern ihn gleich auch vor der Haustür miterleben.

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Candombe: Proben für den Karneval

Die wöchentlichen Zusammenkünfte der Trommler*innen und Tänzer*innen sind streng genommen Proben für den uruguayischen Karneval zu Jahresanfang. Bei den llamadas, farbenfrohen Umzügen in schillernden Kostümen, zeigen die Künstler*innen ihr Können.

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Trommeln und Figuren

Der Takt beim Candombe wird von drei unterschiedlich großen Trommeltypen, repique, piano und chico, gespielt. Wobei eigentlich noch eine vierte Art hinzu gezählt werden müsste, da sehr oft Kinder mitlaufen mit winzigen Candombe-Trommeln. Die Tänzer*innen verkörpern verschiedene Figuren wie die mama vieja, das alte Muttchen, den escobero, der Besenschwingende, oder der gramillero, der Medizinmann.

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Mitmachen und Spaß haben

Sobald die Trommeln, die tambores, erklingen, kommen die Nachbarn aus ihren Häusern und viele reihen sich unter den Tanzenden ein. Der Spaß ist den Menschen anzusehen. Sobald sich alle eingetanzt haben, zieht die Prozession los durch die Straßen der Hauptstadt.

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